Lebenslauf

My journey so far

 

Die in Neuseeland geborene Geigerin Penelope Spencer (1970) studierte 1986 – 1990 Violine bei Professor David Nalden an der Auckland University, Neuseeland. Anschließend studierte sie von 1991 bis 1994 Barockvioline bei Professor Sigiswald Kuijken am Königlichen Konservatorium in Den Haag und ab 1995 bei Professor Alda Stuurop an der Utrechts Konservatorium, die sie 1998 mit dem höchsten Leistungsdiplom Uitvoerend Musicus, cum Laudae abschloss.

Im Zeitraum 1993 – 95 spielte Penelope bei verschiedenen Projekten mit La Petite Bande (Sigiswald Kuijken) und nahm als erste Geigerin die London-Symphonien von Hadyn auf. 1993 gründete Penelope zusammen mit der Cembalistin Naoki Ueo das Barockensemble Spiritus Novus und gab mit Unterstützung des unter anderer Nederlands Impresariaat 27 Kammermusikkonzerte in den Niederlanden, Spanien und Japan.

Von 1995 bis 2001 war Penelope Mitglied des Nederlandse Bachvereniging Orchester und ging bei 14 großen Projekten mit bedeutenden Dirigenten wie Gustav Leonhardt auf Tournee, darunter die Bach-Passionen und Kantaten sowie Werke von Mozart, Haydn und Händel

1999 wurde Penelope in die ersten Violinen der English Baroque Soloists unter der Leitung von Sir John Eliot Gardiner eingeladen. In den vier Jahren als Mitglied dieses Orchesters trat sie in 78 Konzerten international auf und nahm auf über 45 CDs auf. Im Bach-Jahr (2000) hat sie im Rahmen von Gardiners berühmter Bach-Kantaten-Pilgerreise 158 Bach-Kantaten aufgeführt und aufgenommen.

Von 2001 bis 2003 war Penelope außerdem Mitglied des Orchestre Romantique et Revolutionnaire von Gardiner, mit dem sie in 24 Konzerten international auftrat und auf 3 CDs mit Musik von Carl Maria von Weber, Haydn und Mendelssohn spielte.

2002 gründete Penelope die London - St. Albans Konzertreihe Realm of Music, deren Ziel es war, barocke Aufführungen von Weltrang einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Zwischen 2002 – 2005 konzipierte, verkaufte, organisierte sie, trat bei 9 Firmenveranstaltungen in großen Londoner Veranstaltungsorten auf, und etablierte dazu noch eine regelmäßige Konzertreihe in der St. Albans Town Hall, die als the hottest classical music ticket in town (St. Albans Observer, 03.02.2005) bezeichnet war. In den Jahren 2006 und 2007 nahm sich Penelope eine Auszeit, um ihre beiden Kinder zu bekommen.

2008 wurde Penelope als Konzertmeisterin des New London Consort und Geigerin im Kammerensemble Musicians of the Globe (Leitung Philip Pickett) angestellt. Anschließend spielte sie weitere 7 Jahre als Sologeigerin bei Pickett mit 32 internationalen Tourneen in 27 verschiedenen Ländern. Neben dem Standard-Barockrepertoire genoss Penelope auch die Cross-Over-Kooperationen mit Musicians of the Globe, der Folk-Rock-Legende Richard Thomson und dem vortrefflichen galizischen Folkrock-Piper Carlos Nunez.

Von 2015 – 2017 spielte Penelope 24 Konzerte mit dem Armonico Consort Orchester und dem Kammerensemble, darunter eine Reihe innovativer Konzertveranstaltungen mit dem britischen Weinautor, Fernsehmoderator und Sender Oz Clarke.

Penelopes Leidenschaft, Barockmusik einem breiteren Publikum zugänglich zu machen, inspirierte auch die Zusammenarbeit mit dem Autor und Illustrator James Mayhew. Daraus folgte eine Reihe von ausverkauften Aufführungen von Vivaldis Vier Jahreszeiten und Shakespeares Musik, wobei Mayhew in Echtzeit die Musik malte.

2017 zog Penelope mit ihrem Mann und zwei Kindern nach München. Als Konzertmeisterin konzertiert sie im Weihnachtsoratorium, der Mathäus-Passion und der Johannes-Passion, außerdem ist sie regelmäßig in der Himmelfahrtskirche in München Sendling als Leiterin der Bachkantaten-Aufführungen oder im Gottesdienst zu erleben. Sie unterrichtet jedes Jahr neben Marion Treupel-Franck, Jakob Rattinger und Axel Wolf an einem barocken Kammermusikkurs.

Im September 2021 war sie Solistin für zwei Aufführungen von Vivaldis Vier Jahreszeiten in einer innovativen Multimedia-Produktion bei den Tage der Barockmusik Schrobenhausen mit Projektionen von Naturfotografien auf drei große Leinwände hinter dem Orchester, kombiniert mit stimmungsvollem Licht- und Sounddesign.

Penelope spielt auf einer Geige von Gennaro Vinaccia, Neapel ca.1755.